Im Rahmen von FoodConnectRuhr hat unser Projektpartner ILS-Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung den Artikel “Partizipative Netzwerkanalyse eines urbanen Ernährungssystems: Das Beispiel der Stadt Dortmund” in Standort publiziert.
Die zunehmende Urbanisierung verschärft die Herausforderungen einer nachhaltigen Lebensmittelversorgung, da Städte von externen Ressourcen abhängen und lokale Anbauflächen begrenzt sind. Die räumliche Nähe vielfältiger Akteure im urbanen Raum eröffnet Lösungsansätze, etwa durch kurze Lieferketten und regionale Versorgungsmodelle.
Der Artikel untersucht das Netzwerk des Dortmunder Ernährungssystems im Jahr 2025 mittels sozialer Netzwerkanalyse, um Akteure, Kooperationen und zentrale Bedarfe sichtbar zu machen. Dazu wurde das partizipative Net-Map-Tool in einem Workshop und in ergänzenden Interviews mit 16 Schlüsselakteuren eingesetzt.
Die Analyse umfasst 77 Akteure mit 471 Verbindungen in zehn Clustern. Sie zeigt eine Kern-Peripherie-Struktur mit hoher Reziprozität, jedoch unausgeschöpftem Kooperationspotenzial.

Zentrale Akteure wie Ernährungsrat, Umweltamt und Rat der Stadt bündeln Beziehungen, während andere Akteure beispielsweise aus dem Handel wie Supermärkte in dieser Studie eher peripher eingebunden sind.
Das Dortmunder Ernährungsnetzwerk erweist sich als kooperativ und vertrauensbasiert, aber ist gleichzeitig stark von wenigen Schlüsselakteuren abhängig. Zur Stärkung werden mehr Brücken zwischen Clustern, geteilte Koordinationsrollen sowie gemeinsam genutzte Infrastrukturen und flexible Finanzierungen empfohlen.
Der Artikel ist erschienen als Open Access, kann also kostenlos gelesen werden.
Viel Freude und Erkenntnisse!
Ergebnisse der Netzwerkanalyse

