Bio-Regio-Stammtisch: Regionale Direktvermarktung bald noch leichter

Die Regiothek als Aperitif

Aus Sicht von FoodConnectRuhr kann der Bio-Regio-Stammtisch als vorgezogener Kick-off für die erste Phase der Regiothek gelten, die bereits in zwei Regionen Bayerns erfolgreich erprobt wird.

Die Plattform wurde von Gründer Alexander Treml den Teilnehmenden vorgestellt. Perspektivisch können darüber Waren gehandelt und dank einer gebündelten Logistik auch ausgefahren werden. Der Ansatz, regionale kleinstrukturierte Beschaffungsstrukturen mit einer Zuverlässigkeit wie der des Großhandels zu etablieren, stieß bei den Teilnehmenden auf großen Zuspruch. So kennt auch der Geschäftsführer Treml den hohen Effizienzdruck, unter dem Großküchen arbeiten: „Für den Einkauf bleiben in der Küche oft nur 15 bis 30 Minuten – das muss einfach funktionieren.“

Bevor die B2B-Marktplatzfunktionen (z.B. gebündelter Warenkorb, Sammelrechnung, gebündelte Logistik) freigeschaltet werden, deren Finanzierungsfreigabe seitens des Fördermittelgebers noch aussteht, werden zunächst Lebensmittelerzeuger-, Verarbeiter und Händler in der Region sichtbar gemacht. Besonders hebt sich diese Phase über die Netzwerkansicht hervor: bestehende Handelsbeziehungen werden transparent gemacht. So können interessierte Einkäufer*innen sehen, an welchen Verkaufsstellen oder bei welchen Bündlern sie die Produkte erhalten oder welche Küchen bereits die regionalen Produkte abnehmen. Die Registrierung ist für Plattformnutzer*innen kostenlos. 

Die Regionalisierung unseres lokalen Ernährungssystems erfordert zuträgliche infrastrukturelle und politische Rahmenbedingungen, aber auch ein praktisches Umdenken über konservative Handelsstrukturen. Schließlich verbindet die engagierten Teilnehmenden ein Gedanke: “In der Landwirtschaft herrscht häufig ein “Wir gegen die”-Gefühl – Wertschätzung beim Verbraucher muss gefördert und zurück an die Landwirte gegeben werden.”