Das FoodConnectRuhr-Projekt läuft seit Ende 2024 und inzwischen haben auch die Beratungen für Küchenleitungen von Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung begonnen.
Insgesamt nehmen derzeit drei Einrichtungen der Diakonie Dortmund sowie acht Einrichtungen der Städtischen Seniorenheime Dortmund (SHDO) an dem Beratungsprozess teil. Ziel der Beratung ist es, gemeinsam praxisnahe Wege zu mehr Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung zu entwickeln.

Im Rahmen der ersten Beratungen wurden zentrale Nachhaltigkeitsthemen rund um die Gemeinschaftsverpflegung behandelt. Dazu zählten unter anderem die Umweltwirkungen von Lebensmitteln etwa im Hinblick auf die Klimawirkung sowie die Betrachtung von regional und ökologisch erzeugten Lebensmitteln, soziale Aspekte entlang der Wertschöpfungsketten und die Berücksichtigung der DGE-Empfehlungen bei der Speiseplanung.
Um die Beratungstermine interaktiv und praxisnah zu gestalten, wurden verschiedene Methoden eingesetzt, zum Beispiel ein Quiz zum Thema Lebensmittelverschwendung und ein Sortierspiel, bei dem Lebensmittelkärtchen nach ihrer Klimawirkung eingeordnet wurden. Die anschließenden Diskussionen zeigten, wie unterschiedlich einzelne Lebensmittel wahrgenommen werden und wo Informationsbedarf, aber auch Interesse an klimafreundlicheren Alternativen besteht.
Zudem wurde die KlimaTeller App vorgestellt und direkt erprobt. Anhand von eigenen Rezepten der Einrichtungen konnten die Teilnehmenden nachvollziehen, wie sich einzelne Zutaten auf die Klimabilanz einer Mahlzeit auswirken. Im Rahmen der Beratungen soll das Tool von den Einrichtungen für die eigenständige Bilanzierung der Rezepte und die Entwicklung klimafreundlicher Gerichte genutzt werden.
Ergänzend zu den inhaltlichen Inputs fand in einer Einrichtung ein Rundgang durch die Küche statt. Dabei wurden konkrete Abläufe, Herausforderungen und bereits bestehende Ansätze für nachhaltigeres Wirtschaften gemeinsam betrachtet und diskutiert.

Nächste Schritte im Beratungsprozess
Aufbauend auf den ersten Beratungsblöcken liegt der Fokus der kommenden Beratungsphase darauf, gemeinsam konkrete Stellschrauben für mehr Nachhaltigkeit zu identifizieren und weiterzuentwickeln. Dabei werden insbesondere folgende Bereiche betrachtet:
- Beschaffung (insb. regionale Lebensmittel aus dem Dortmunder Raum),
- Speiseplanung (klimafreundliche Rezepturen und Menügestaltung nach DGE-Empfehlungen),
- Vermeidung von Lebensmittelabfällen (einschl. konkreter Messungen) sowie
- Kommunikation, insbesondere die Gästekommunikation.
Diese Ansatzpunkte sollen gemeinsam auf ihre praktische Umsetzbarkeit geprüft, priorisiert und anschließend schrittweise geplant und umgesetzt werden. Ziel ist es, die Küchenleitungen langfristig dabei zu unterstützen, Nachhaltigkeit fest im Küchenalltag zu verankern.

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